Anbau


Selection Masalle

Neben der Bodenbeschaffenheit sowie den klimatischen Verhältnissen ist die Qualität des Rebmaterials von entscheidender Bedeutung für das spätere Endprodukt, dem Wein. Hier entscheidet sich ob die Pflanze zur Qualität oder Quantität bestimmt wurde, welches sich analog auch in den Preisen des Rebgutes wiederspiegelt. Das Weingut Lipej setzt hier auf Qualität und es wurden  aus alten burgundischen Weinbergen von ausgewählten Rebstöcken mit positiven Eigenschaften Reise zum Zwecke der Reproduktion geschnitten und in der Rebschule (Hebinger, Frankreich) auf passende Unterlagen gepfropft, so dass sie wieder angepflanzt werden konnten. Auf diese Weise ist hochwertiger Rebbestand angepflanzt worden. Insgesamt sind drei Neu-Pflanzungen bzw. Bei-Pflanzungen vorgenommen worden. Diese wurden durch z.B. Hagel, Wildfrass & Trockenheit notwendig. Der jetzige Bestand ist somit resistent und die Wurzeln mussten Tiefe erreichen um die Pflanze mit Nährstoffen zu versorgen. Dadurch werden mehr Inhaltsstoffe aufgenommen. Dies spiegelt sich jetzt schon in den hohen Extraktwerten für die trockenen Weine wieder.

Die Arbeit im Weinberg erfolgt nach den Richtlinien der biodynamischen Bewirtschaftung. Es kommen natürliche Produkte wie Hornmist, Hornkiesel, Brennessel, Kamille, Löwenzahn etc. zum Einsatz. Hier sind die Worte Rudolf Steiners eine Orientierung:

 

"Jede Landwirtschaft erfüllt eigentlich ihr Wesen im besten Sinne des Wortes, wenn sie aufgefasst werden kann als eine Art Individualität. Und jede Landwirtschaft müsste sich nähern - ganz kann das nicht erreicht werden, aber sie müsste sich nähern - diesem Zustand, eine in sich geschlossene Individualität zu sein."

 

In der heutigen Zeit und mit den Menschen dieser Zeit ist dies kein leichtes Unterfangen. Das Weingut Lipej versucht diesen Weg zu gehen und die jährlichen Kontrollen der Institute zur Überprüfung empfinden wir nicht als Beschränkung sondern im Austausch mit anderen Weingütern als Annäherung der gesetzten Ziele. Dies alles spiegelt sich im Glas wider, wobei jeder Jahrgang seine eigene Sprache spricht.


Handlese

Voraussetzung für die Spontanvergärung ist einwandfreies Lesegut um die Gärung einzuleiten. Bis in die 1970er Jahre war die spontane Vergärung Standard und all die großen Gewächse der vorherigen Dekaden wurden so erzeugt. So ist die Hefeflora die auf den Beerenhäuten sowie im Keller sitzen ausschlaggebend für ein charakteristisches Produkt. Das Weingut Lipej setzt auf diese bewährte Methode und so sind in den Jahren wo Wespen bzw. Bienenfrass das Traubengut befielen bis zu 70 % der Ernte selektioniert worden. Dies rechtfertigt neben der Bewirtschaftung auf Demeterbasis einen höheren Preis für den Wein.


Fässer

Der Einsatz von Eichenfässern gibt dem Wein die Möglichkeit zu reifen und ein weiteres Geschmacksspektrum zu erreichen. Diese Einflussnahme kann jedoch auch negative Züge mit sich bringen. So können die Weine ihren Ursprungscharakter verlieren und künstlich schmecken bzw. das Tannin die Frucht rauben. Hier sollte das Kleid zur Dame passen. Der Pinot Noir mit seiner Komplexität und Filigranheit bedarf einer feinen Robe und hier hat sich gezeigt , dass die feinporige Alliereiche der richtige Partner ist. Das Weingut Lipej bezieht seine Fässer aus der Manufaktur Pauscha in Österreich. Überwiegend kommen 500 Liter Fässer zum Einsatz.


Neupflanzung & Erweiterung

Nachfolgend sehen Sie Aufnahmen von Neupflanzungen. Pinot Noir in Stara Vas und Riesling in Bušeća Vas. Die Steillagen in Südausrichtung  sind nicht nur schwer zu bewirtschaften, auch Neupflanzungen sind mit umfangreichen Erdarbeiten verbunden.

Erste Ergebnisse der Neupflanzungen sind 2020 zu erwarten. Wie wird sich der Riesling auf dem steinigen Boden entwickeln?